Dachbodendämmung

Neben der Fassade ist das Dach (bzw. der Dachboden) die entscheidende Fläche des Wärmeverlustes eines Hauses.
Betrachtet man die Wirtschaftlichkeit der Dämmmaßnahmen, so ist das Verhältnis zwischen finanziellem Aufwand und energetischem Nutzen der Dachbodendämmung unschlagbar.
Bekanntlich steigt warme Luft nach oben, somit gehen gewaltige Wärmemengen über das Dach verloren.
Mit einem Aufwand von 50,00 - 80,00 €/m² kann dieser Wärmestrom deutlich reduziert werden.
Zudem schreibt die Energieeinsparungsverordnung 2009 (EnEV2009) die Dämmung von Dachböden vermieteter Häuser bis zum 31.12.2011 vor.
Die folgenden Skizzen verdeutlichen den Einsparungseffekt:

Ausbau

Der Dachboden wird mit trittfesten Styroporplatten, 16-20cm dick, EPS 040 gedämmt und mit OSB-Platten begehbar gestaltet. OSB-Platten sind wasserbeständig, an der Oberfläche glatt und somit pflegeleicht.
Hier einige Impressionen von uns gedämmter Dachböden:

Gallerie 1


Gallerie 2


Gallerie 3


Ergebnis

  • Sie sparen Energiekosten.
  • Die Behaglichkeit der Wohnräume steigt.
  • Die Amortisation der Investitonskosten ist kurz.
  • Der Dachboden wirkt nach Sanierung heller, ansprechender und ist leichter zu pflegen.
  • Sie erfüllen die Forderungen der EnEV 2009.

Rechtslink (Quelle: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 23)

§ 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden

  1. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.
  2. Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind.
  3. Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m2·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist.
  4. Auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume ist Absatz 3 nach dem 31. Dezember 2011 entsprechend anzuwenden.
  5. Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 4 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang. Sind im Falle eines Eigentümerwechsels vor dem 1. Januar 2010 noch keine zwei Jahre verstrichen, genügt es, die obersten Geschossdecken beheizter Räume so zu dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m2·K) nicht überschreitet.
  6. Die Absätze 2 bis 5 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

Quelle: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 23, ausgegeben zu Bonn am 30. April 2009 - Link: http://www.oekozentrum-nrw.de/pdf/enev/EnEV-2009.pdf